DU MUSST noch einkaufen, du musst noch diese Sache erledigen, du musst etwas werden, du musst du musst du musst. Fast alle haben wir diesen Satz internalisiert, wir müssen, dies und das und jeden Tag. Wir müssen uns mal wieder treffen, ich müsste mal wieder ausgehen, ich müsste mal.
Sprache hat einen direkten Einfluss auf unsere Wahrnehmung, das haben Wissenschaftler mittlerweile hinlänglich bewiesen. Das gilt für jede Art der Sprache, die gesprochene und die gedachte. Diese unsere Sprache hat jeweils einen direkten Einfluss auf unser Gegenüber, auf unsere Umwelt und ihre Reaktionen uns gegenüber, aber sie hat einen noch viel größeren Einfluss, den nämlich der auf uns selbst zurückführt!
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Mathy,
8.06.2009, 21:22 | Abgelegt unter: Esther de Waha, Psychologie | RSS 2.0 | TB | Tags: Autorität, Überleben, du musst, Esther de Waha, Gedanken, Gewohnheiten, Kindheit, Lernen, Sprache, Umwelt, Wahrnehmung, Wissenschaftler | 1 Kommentar
Eine Erfahrung die ich immer wieder mache ist: „Festhalten is nich“. Ganz egal, was man im Leben auch festhalten möchte: je mehr man daran zerrt, desto mehr entzieht es sich. Das Leben ist eher wie eine Welle, sie hat ihre Höhen, sie hat ihre Tiefen und man muss bereit sein, beides zu nehmen, sonst kann man die Welle nicht surfen und säuft im wahrsten Sinne des Wortes ab.
Natürlich hängt es von unserer Kraft ab, ob wir die Welle emporsteigen können und es ist auch wichtig, diese Kraft zu investieren, aber auch die längste Welle hat einmal ein Tal, und ganz egal wie viel Kraft man dabei aufwendet, schlussendlich muss man doch mit.
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Mathy,
8.04.2009, 09:30 | Abgelegt unter: Allgemein, Esther de Waha, Karriere, Liebe, Psychologie, Sport | RSS 2.0 | TB | Tags: Genuss, Kraft, Kunst, Leben, Liebe, Surfen, Tal, Welle, Zwang | 1 Kommentar
Oder wie mein Vater immer sagt, „Kopf hoch, wenn der Hals auch dreckig ist“. Es ist unglaublich, wie viel wir mit unserer Körperhaltung transportieren. Wenn wir uns gerade halten und aufrecht durchs Leben gehen, ist das Leben sehr viel leichter zu ertragen, als wenn man sich unter der schweren Last beugt.
Geist und Körper sind miteinander verbunden. Die Zeiten des Dualismus, wo der Mensch angenommen hat, dass es eine strikte Trennung von Körper und Geist gibt, sind längst vorbei. Immer mehr versteht die Wissenschaft, dass beide Systeme ganz eng funktional miteinander verknüpft sind. Und das bedeutet wiederum, daß man Mängel in dem einen System auch mithilfe des anderen Systems auflösen kann. Mens sana in corpore sanum, gesunder Geist in gesundem Körper. Das Ganze gilt natürlich auch in umgekehrter Richtung. Ein gesunder Geist führt lang über kurz zu einem besseren Körpergefühl.
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Beppo der Straßenkehrer aus dem Buch „Momo
“ von Michael Ende hat einmal etwas sehr Weises gesagt. Er sagte, er macht mit seinem Besen immer nur einen Besenstrich nach dem anderen. Und er schaut auch immer nur nach dem nächsten Besenstrich, den er macht und am Ende des Tages schaut er auf und siehe da, da hat er die ganze Straße gekehrt. Einmal hat er diese Taktik aus den Augen gelassen. Er hat sich morgens die Straße angeschaut und hat sich den ganzen Tag beeilt und geschuftet und immer hatte er den Rest der Straße vor Augen, die er noch kehren muss, und am Ende des Tages war er völlig kaputt und erledigt und hatte doch nur wenig mehr geschafft als sonst. Da hat er das wieder sein lassen und hat sich wieder auf seine alte Arbeitsweise besonnen. Er macht immer nur einen Besenstrich nach dem anderen und freut sich am Abend darüber, was er alles geschafft hat und er behält dabei seine gute Laune.
Wir alle haben Berge von Erledigungen, Termine, Papierkram, Post, Ablage und jede Menge dringlicher Sachen wie Wäsche, Einkaufen, Hausputz, die uns das Leben schwer machen und uns kaum zu Atem kommen lassen. Meist stellen wir uns Pläne auf, um diesem Chaos Herr zu werden und das ist auch gut so, denn ohne Plan ist man planlos. Genauso wichtig ist es aber, sich immer wieder seine Teilerfolge vor Augen zu halten, sich immer wieder klar zu machen, so, das habe ich jetzt erledigt, dieser Punkt ist abgehakt und sich dann so entspannt wie möglich dem nächsten Punkt zuzuwenden. Und zwar immer nur Punkt für Punkt, Step by Step. Mehr geht nicht. Die größte Reise beginnt immer mit dem ersten Schritt und sie wird auch nur Schritt für Schritt fortgesetzt und enden tut sie dann mit dem letzten Schritt. Und so wie Beppo der Straßenkehrer kommen Sie so am leichtesten und am enspanntesten zum Ziel.
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Mathy,
19.03.2009, 20:34 | Abgelegt unter: Er und Sie, Esther de Waha, Familie, Literatur, Psychologie | RSS 2.0 | TB | Tags: Chaos, Literatur, Michael Ende, Momo, Step by Step | 1 Kommentar
Gerne flüchten wir uns in die Ausrede „ das kann ich nicht.“ Manchmal stimmt das natürlich auch, und dann ist es gut eine realistische Selbsteinschätzung zu haben. So kann man sich doch vor der einen oder anderen Niederlage bewahren.
Meistens heißt „ich kann nicht“ aber nur „ich habe Angst davor. Ich will es lieber erst gar nicht probieren, dann kann ich auch nicht scheitern, denn eine Niederlage könnte ich nicht verkraften.“ Das ist verständlich, denn Niederlagen sind unangenehm. Dennoch: Es ist doch so: Wer nicht spielt hat schon verloren. In der Lotterie des Lebens gibt es viel öfter als Sie vielleicht denken, die berühmte Fifty/Fifty Chance. Und dann wären Sie doch blöd, diese Chance zu vergeben, oder? Jeder Statistiker würde bestätigen, dass diese, die 50/50-Chance, die höchste Wahrscheinlichkeit ist, die per Zufall möglich ist. Und im Leben gibt es ja nicht nur Zufälle. Sie können schließlich auch das eine oder andere, einiges davon sogar recht gut! Und das erhöht Ihre Wahrscheinlichkeit auf Erfolg.
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Mathy,
19.03.2009, 19:52 | Abgelegt unter: Er und Sie, Esther de Waha, Familie, Karriere, Kinder, Liebe, Psychologie | RSS 2.0 | TB | Tags: Chance, Fähigkeiten, Lebensweg, Lotterie, Niederlage, Wahrscheinlichkeit, Zufall | 1 Kommentar