Millicent Gaika wurde während 5 Stunden gefesselt, gewürgt, gefoltert und vergewaltigt, von einem Mann, der sie angeblich von ihrer Homosexualität “heilen” wollte. Sie überlebte nur knapp und ist eine von vielen — dieses abscheuliche Verbrechen ist an der Tagesordnung in Südafrika, wo lesbische Frauen in ständiger Angst vor einem Übergriff leben. Bislang wurde allerdings niemand aufgrund “korrigierender Vergewaltigung” verurteilt.
Doch von einem kleinen Kapstädter Frauenhaus aus riskieren eine Handvoll mutiger Aktivistinnen ihr Leben, damit Millicents Fall einen Wandel auslöst. Ihr Appell an den Justizminister entfachte einen Proteststurm mit über 130.000 Unterschriften und zwang ihn zu einer Reaktion im Staatsfernsehen. Allerdings blieb die Aufforderung zum Handeln an den Minister bisher unbeantwortet weiterlesen… »
Das traditionell sehr gute Verhältnis Chinas zu Nordkorea muss anscheinend neu bewertet werden. Im Zuge der sensationellen Enthüllungen von über 250.000 US-Botschaftsdepeschen, teils streng geheim, auf der Internet-Plattform „Wikileaks“ sind heute (30.11.2010) auch brisante Dokumente der Korrespondenz zwischen dem ehemals stellvertretenden Aussenminister von Südkorea, Chun Yung Woo und der US-Botschafterin in Seoul, Kathleen Stephens, an die Öffentlichkeit gelangt.
Wie die „Neue Zürcher Zeitung“ auf ihrer Homepage berichtet, kommt darin Chun zu dem Schluss, dass die Volksrepublik China einer Wiedervereinigung der beiden Koreas unter der Führung Südkoreas unter gewissen Bedingungen (keine US-Truppen auf dem Gebiet des heutigen Nordkoreas, keine Aggressivität von Seiten Seouls) duldend gegenübersteht. Diese Einstellung Pekings zur Koreafrage würde die seit über 57 Jahren erstarrte Situation der fernöstlichen Halbinsel fundamental ändern.
Der schwedische Möbelriese hat den Baustart für ein Ikea an der Landsberger Allee um ein Jahr verschieben müssen, so hatte ich die Eröffnung auch nach hinten verschobe. Doch nun ist es endlcih soweit. Am 13. Dezember 2010 eröffnet Ikea in Berlin Lichtenberg seine vierte Filiale.
Das Gebäude ist mit einem Umweltgedanken gebaut worden. Auf dem Dach des neuen Möbelgeschaftes Ikea befinden sich sehr viele Solarzellen. Diese können jährlich wohl eine halbe Million Kilowattstunden erzeugen. Auf mehr als 20.000 Quadratmetern werden die Besucher viele schöne Angebote und Schnäppchen finden. Es wird ordentlich gefeiert und das vierte Ikea Haus in der Hauptstadt begrüßt.
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat am Montag (22.11.2010) die Regierungspläne zur Gestaltung der künftigen Bundeswehr erläutert. Im Rahmen der Bundeswehrtagung in Dresden kündigte der CSU-Politiker als einschneidenste Veränderung die Aussetzung der Wehrpflicht (und somit auch des Ersatz- und Zivildienstes) zum 1. Juli 2011 an. Junge Männer sollen demnach noch erfasst, aber nicht mehr gemustert werden.
Mit diesem Schritt folgt zu Guttenberg der Hauptempfehlung einer von ihm im April diesen Jahres eingesetzten „Strukturkommisson“. Ziel des Bundesverteidigungsministers heute wie damals ist es, „die Bundeswehr für den Auslandseinsatz effizienter zu gestalten“ und mit den vorhandenen finanziellen Mitteln strukturell zu optimieren.
Der Regierung des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi stehen unruhige Zeiten bevor. Am Montag (15.11.2010) zog der ehemalige Verbündete des Premiers, Gianfranco Fini, vier seiner Gefolgsleute aus dem Regierungskabinett. Da unter diesen Personen lediglich ein amtierender Minister ist, bleibt die Regierungsfähigkeit des Berlusconi-Kabinetts erhalten. Diese Aktion der Fini-Fraktion „Zukunft und Freiheit für Italien“, welche eine unmittelbare Reaktion auf einen abermaligen Skandal um Berlusconi ist, verstärkt die politische Krise in Italien ungemein.
Dieser Skandal, ausgelöst durch den Vorwurf, Berlusconi hätte für Sex mit einer Minderjährigen 30.000 Euro bezahlt („Bunga-Bunga-Affäre“), ist nur ein Tropfen, welcher das Fass anscheinend zum Überlaufen bringt. Rücktrittsforderungen, die nach bekannt werden von Zeugenaussagen zu dieser Affäre nicht nur von der Opposition, sondern auch von Seiten der Fini-Fraktion kommen, werden von Berlusconi meist populistisch umschifft.
Der Bundesgerichtshof hat gestern (11.11.2010) beschlossen, dass ein langfristiger DSL-Vertrag mit einem Provider auch dann eingehalten werden muss, wenn dem Kunden nach einem Umzug kein Breitband-Internet mehr zur Verfügung steht. Mit diesem Urteil (III ZR 57/10) bestätigten die Richter in Karlsruhe die Entscheidung der Vorinstanz (Landgericht Koblenz – 3.3.2010) und wiesen damit die Berufung des DSL-Kunden auf der Klägerseite ab.
Die Richter der höchsten deutschen Instanz in Zivil- und Strafverfahren begründeten ihre Entscheidung damit, dass „ein Umzug, etwa aus beruflichen oder familiären Gründen, prinzipiell keinen wichtigen Grund für eine Kündigung darstelle“. Vielmehr habe der Kunde eines Internetanbieters die Möglichkeit, mit einem teureren, aber mit kürzerer Laufzeit versehenen Vertrag, das eigene Risiko dementsprechend zu minimieren.
Mit den Stimmen der Union und der FDP hat der Bundestag am Donnerstag (28.10.2010) die Abkehr vom Atomausstieg beschlossen. Die Opposition, SPD, B90/Grüne und die Linke, will nun eine Verfassungsklage anstreben, da der Bundesrat nicht mitentscheiden durfte. Diese Abkehr vom Atomausstieg beinhaltet eine durchschnittlich um zwölf Jahre verlängerte Laufzeit der zum Teil veralteten 17 deutschen Atommeiler.
Ein Heckenschütze versetzt derzeit die südschwedische Stadt Malmö in Angst und Schrecken. Mit einem Scharfschützengewehr bewaffnet hat es der Täter seit Ende 2009 gezielt auf dunkelhäutige Menschen abgesehen, welche hauptsächlich ahnungslos von hinten im Oberkörper- und Kopfbereich getroffen wurden. Seine Schreckensbilanz beläuft sich auf eine Tote und über zehn Verletzte. Der letzte Anschlag ereignete sich in der Nacht zum Freitag (22.10.2010), als der Heckenschütze versuchte, zwei dunkelhäutige, junge Frauen duch ihr Wohnungsfenster zu erschiessen.
Da die Polizei Malmös keine weitere Verbindung zwischen den Opfern als die dunkle Hautfarbe ausmacht, geht sie von einem rassistischen Tatmotiv aus. Des Weiteren sei man nach Angaben des Ermittlungsleiters Mats Lassén sicher, dass es sich um einen Einzeltäter handele. Aufgrund der Trefferleistung des Heckenschützens vermutet die Sonderkommission, einen trainierten Armeescharfschützen oder einen Sportschützen hinter der Tat.
Bei Verhandlungen um die Begegnung süd- und nordkoreanischer Familienangehöriger scheint die Regierung des stalinistisch regierten Nordkoreas, Vorbedingungen zu stellen. Wie ein südkoreanischer Verhandlungsteilnehmer der internationalen Presse am Mittwoch (27.10.2010) mitteilte, mache Pjongjang neue Begegnungen getrennter Familien auf der Halbinsel von der Lieferung von 500.000 Tonnen Reis und von 330.000 Tonnen Dünger durch Südkorea abhängig.
Erst am Dienstag (26.10.2010) hatte Südkorea ein Schiff mit 5000 Tonnen Reis für nordkoreanische Flutopfer auf den Weg geschickt. Es war die erste derartige Lieferung seit fast drei Jahren.
1. Teil einer Dokumentation über die Verhältnisse in Nordkorea
Internationale Hilfsorganisationen und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kämpfen derzeit (25.10.2010) im karibischen Haiti verzweifelt gegen eine Choleraepidemie an. Die Zahl der Toten, der letzte Woche ausgebrochenen Seuche, beläuft sich auf 259, weitere 3342 Infizierte befinden sich momentan in den völlig überfüllten Krankenhäusern zur Behandlung.
Unterdessen befürchtet die haitianische Regierung ein Ausgreifen der Cholera auf die Hauptstadt, des im Januar diesen Jahres von einem schweren Erdbeben gebeutelten Karibikstaates, Port-au-Prince.
In Magdeburg haben die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer heute (21.10.2010) die Reform der Rundfunkgebühren durchgewunken. Demnach soll diese Abgabe ab 2013 von einer auf Fernseh- oder Radiogeräte bezogenen in eine Pauschalgebühr pro Haushalt umgewandelt werden. Der neu ausgehandelte Rundfunkstaatsvertrag wird den Länderparlamenten demnächst zur „Information“ vorgelegt und soll laut Sachsen-Anhalts Regierungschef Wolfgang Böhmer voraussichtlich am 15. Dezember diesen Jahres unterzeichnet werden.
Diese Reform, der rein institutionell (keine Verhinderung durch beispielsweise Länderparlamente oder Volksbegehren) nichts im Wege steht, ist im Grunde genommen eine eingeführte neue Steuer. Jeglicher Verweis auf das Nichtnutzen der Angebote der öffentlich-rechtlichen Medien (ARD mit angeschlossenen Anstalten, ZDF oder Deutschlandradio) bzw. Hinweise auf das Fehlen von Fernseh- und Radiogeräten werden nach dem Willen der Ministerpräsidenten nutzlos sein.
Am Mittwoch (13.10.2010) beschloß das schwarz-gelbe Bundeskabinett einen Gesetzesentwurf, welcher härtere Strafen bei Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorsieht. Demnach hätte diese Änderung des StGB-Paragrafen 113 eine Anhebung des Strafmaßes für einfachen Widerstand von zwei auf drei Jahre und für besonders schweren Widerstand auf fünf Jahre zur Folge.
Unter einfachem Widerstand zählt u.a. das Losreißen eines Demonstranten aus dem Griff des Polizisten mit dem Ziel, sich der Festnahme zu entziehen, ohne den Beamten dabei zu verletzen. Unter besonders schwerem Widerstand andererseits versteht man das Einsetzen einer Waffe, um sich dem Zugriff der Polizei direkt zu entziehen. Das Kabinett will durch den Gesetzesentwurf aber in diesem Widerstands-Kontext den Begriff der „Waffe“ durch Steine, Flaschen und andere Gegenstände, mit denen Beamte schwer verletzt werden könnten, als erweitert wissen.
Seit Dienstag (12.10.2010) ist die Bundesrepublik Deutschland für zwei Jahre nichtständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates. In der Vollversammlung der Vereinten Nationen ist Deutschland mit einer Stimme mehr als nötig (128 von 192) von den Mitgliedsstaaten in das mächtigste Gremium der UNO gewählt worden. Neben der Bundesrepublik ziehen auch Indien, Brasilien, Südafrika und Portugal für zwei Jahre in den Sicherheitsrat ein.
Wie heute (8.10.2010) bekannt gegeben wurde, kauft der israelische Staat 20 Kampfjets des Typs F-35 von der US-Waffenschmiede „Lockheed Martin Aeronautics“. Diese Bestellung hat ein Volumen von etwa 2,75 Milliarden Dollar und dazu besteht eine Option auf den Kauf von 55 weiteren Jets gleichen Typs. Die ersten Modelle sollen aller Voraussicht nach ab 2015 bei der israelischen Luftwaffe (IAF) eingesetzt werden.
Der chinesische Dissident Liu Xiaobo ist der diesjährige Friedensnobelpreisträger, wie das norwegische Nobelpreiskomitee heute (8.10.2010) verlautbaren ließ. Der seit 2009 in der Nähe Pekings inhaftierte 54-Jährige setzt sich gegen 237 weiteren Nominierungen durch, was laut Jury vorallem „durch seinen langen und gewaltlosen Kampf für fundamentale Menschenrechte in China“ eine Begründung findet. In ersten Stellungnahmen durch das Außenministerium zeigt sich die chinesische Regierung verärgert und verständnislos und droht darüberhinaus der norwegischen Regierung mit politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen.
Ein Bundesgericht in New York hat den US-Bürger und gebürtigen Pakistaner Faisal Shazad am Dienstag (5.10.2010) zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen versuchten mehrfachen Mordes verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der 31-Jährige Finanzfachmann am 1. Mai diesen Jahres einen Wagen mit einer Autobombe am New Yorker Times Square parkte, um “soviele Ungläubige wie möglich” zu töten. Den Urteilsspruch kommentierte Shazad mit einem lauten “Allah ist groß” und kündigte an, dass etliche US-Jihadisten wie er selber unmittelbar davor stünden, Amerika zu besiegen.
Gerade das Novum, dass ein US-Bürger einen Terroranschlag vorbereitete und , wenn auch nicht erfolgreich, ausführte, zeigt schonungslos das Dilemma, in dem die Behörden der Vereinigten Staaten stecken. Das im November 2002 vom damaligen US-Präsidenten George W. Bush eingerichtete Heimatschutzministerium entfaltet lediglich bei Ausländern und befristeten Besuchern seine ganzheitliche Wirkung. Grenzschutz zu Land und zu Wasser, Kontrolle der Einreise, Koordinierung der Geheimdiensterkenntnisse im Antiterrorkampf, vor allem im muslimischen Ausland, lassen vor dem Hintergrund von “Heiligen Kriegern” im eigenen Volk dieses Superministerium auf einem schmalen Grat wandern.
Sperren, Löschen, Sperren, Löschen?! Ja was denn nun? Der eine will das Internetseiten mit Kinderpornografie gesperrt werden, die anderen hingegen wollen eine Löschung dieser Seiten. Die EU gehört zu denen, die das erste wollen.
Sie will die Mitgliedsstaaten dazu verpflichten, mit einer Sperrung das Anschauen von Kinderpornografie im Netz zu verhindern. Innenminister de Maizière (CDU) möchte eben genau das auch und sagt sogar, dass die öffentliche Diskussion über ein angebliche Alternative zwischen Löschen und Sperren gar nicht existierte.
Es ist kein neues Thema, aber dennoch wird es immer wieder heiß diskutiert. Religiöse Symbole an Schulen standen schon des Öfteren zur Debatte. Nun hat die CDU Politikerin Aygül Özkan die Sache wieder ins Rollen gebracht. Sie sprach sich gegen solche Symbole wie Kruzifixe und Kopftücher an öffentlichen Schulen aus.
Damit steht sie natürlich nicht allein da. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) findet die Idee Symbole die religiöser Natur sind aus den Schulen zu verbannen richtig. Wahrscheinlich würde es sogar die Integration vereinfachen, aber es würden auch wieder neue Probleme auftauchen.
Die Politik hat mal wieder ein neues Stipendien-Programm auf den Weg gebracht. Und wie es immer so ist, wenn jemand eine Entscheidung trifft, sind die anderen, die nicht mit entscheiden durften grundsätzlich dagegen und finden alles schlecht.
So also auch beim neuen Förderungsprogramm für Studenten. In Deutschland werden derzeit gerade einmal zwei Prozent der Studenten gefördert, das ist im Europavergleich gering. Mit dem neuen Plan sollen zehn Prozent unterstützt werden.
Als hätten die Kämpfe in Afghanistan nicht schon genug Leben gefordert und genügend Unheil angerichtet. Jetzt meint ein ranghoher NATO-General, dass sich Deutschland auf noch mehr tote Soldaten einrichten muss. Grund dafür sei die neue Strategie, die eingeschlagen werden soll.
Dabei soll es gemeinsame Einsätze von Bundeswehr und afghanischer Armee geben. Sie werden gezielt unter Menschen gehen. Das Problem dabei ist, dass sie sich nicht in gepanzerten Fahrzeugen fortbewegen und deswegen angreifbarer und verwundbarer sind.
In Afghanistan sind erneut vier Bundeswehr-Soldaten ums Leben gekommen. Ist gerade mal zwei Wochen her, da starben drei junge Männer im Einsatz. Als sie beschossen wurden, waren sie unterwegs mit einer internationalen Einheit zur Ausbildung der afghanischen Streitkräfte.
Zu dem Anschlag bekannten sich die Talibanen. Die Soldaten waren in einem gepanzerten Fahrzeug unterwegs und wurden laut Taliban-Angaben mit Raketen beschossen, weitere Fahrzeuge sollen durch Sprengsätze zerstört worden sein. Doch meist sind die Angaben der Talibanen stark übertrieben, trotzdem bleibt die Tatsache, dass es erneut deutsche Opfer in Afghanistan gab.
Sie dürfen wieder töten, die kanadischen Robbenjäger. Wie jedes Jahr um diese Zeit werden im Sankt-Lorenz-Golf vor Kanada Robben gejagt und wie jedes Jahr kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Tierschützern und Robbenjägern. Doch seit dieser Saison haben die Jager auch die Europäische Union gegen sich.
Diese hat nämlich ab der Saison 2010 den Handel und Import von Robbenprodukten verboten. Aber so leicht geht das nicht aus, denn Kanada hat bei der Welthandelsorganisation dagegen protestiert. Der endgültige Entschluss steht allerdings noch aus. Was dem ganzen aber noch die Krone aufsetzt ist die Tatsache, dass das kanadische Fischereiministerium die Quote der zu erlegenden Robben erhöht hat.
330.000 Sattelrobben dürfen getötet werden. Doch viele sehen dies nicht als weiter schlimm an, denn die Population der Robben beträgt 6,9 Millionen. Die Gefahr einer Ausrottung besteht also nicht. Aber die Art und Weise, wie diese Robben sterben ist einfach nur grausam.
Die Ursula, die hatte mal wieder eine richtig gute Idee. Die Rente mit 67 Jahren steht vor der Tür und scheint unausweichlich zu sein. Das ein Mann in diesem Alter allerdings nicht mehr über die körperlichen Kräfte verfügt wie ein 25 jährige Mann, ist allen ziemlich klar. Die Lösung ist also relativ einfach. Wir stecken diese Leute einfach ins Büro.
Aber Moment mal. Was ist denn mit den 65 jährigen, die bereits im Büro arbeiten? Schicken wir alle jungen raus? Sollen sie Maurer, Bäcker oder ähnliches werden und überlassen wir das Büro der älteren Generation? Man sieht, dieser Vorschlag ist sehr gut durchdacht und auf dieser Basis kann man schon mal gut weiterarbeiten.
In Afghanistan sind inzwischen 39 deutsche Soldaten gestorben und wieder einmal wird die hitzige Diskussion um den Einsatz der Bundeswehr dort mit neuem Öl gefüttert. Sind die Soldaten nicht ausreichend ausgebildet? Steht Ihnen die, Vorort benötigte Ausrüstung zur Verfügung?
Jung waren sie, die drei Soldaten. Gerade einmal 25, 28 und 35 Jahre. Keiner wollte diesen Tag erleben und so sehr auch gehofft wurde, die Realität in Afghanistan sieht anders aus. Die Soldaten kämpfen jeden Tag um ihr überleben und seit der “Kundus-Affäre”, scheint es so als müsste jede Aktion doppelt durchdacht werden.
Wahrscheinlich hat nicht nur Deutschland viele, viele “weise” Politiker, die alle genau wissen wie man das Land aus der von ihnen geschaffenen Krise holt. Schade nur, dass niemand von ihnen es am Ende tatsächlich schafft. Reden können sie alle sehr gut und sehr viel. Nur das Ergebnis stimmt nicht und da ist es auch relativ egal ob die CDU, die SPD oder einer andere Partei das “Sagen” hat.
Alle vollen das Beste und scheinbar kennen sie alle auch einen Weg, der gegangen werden muss um dahin zu kommen. Doch so wie es aussieht, hat keiner eine Ahnung welche Schuhe er tragen soll und so lassen sie sich alle Zeit bei der Entscheidung welches Paar am besten passt. Sie schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter zu, wenn dann doch mal entschieden wurde, denn die Entscheidung (oder das Paar Schuhe) passt nicht allen.
Die Kundus-Affäre zieht weite Kreise. Jetzt heißt es, dass es eine E-Mail im Bundeskanzleramt gab und zwar bereits am Morgen nach dem Luftangriff, der von der Bundeswehr angeordnet wurde. Nun möchte die SPD natürlich die Kanzlerin Angela Merkel vor den Ausschuss holen.
Sie soll sich zu der ganzen Sache äußern. Wusste sie tatsächlich nur wenige Stunden nach dem Angriff, das es zivile Opfer gibt? Laut einem Regierungssprecher handelt es sich bei der E-Mail allerdings nur um eine unverbindliche Erstinformation des BNDs.
Am heutigen Dienstag urteilte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe über die Hartz-IV Sätze bei Kindern. Der reguläre Satz beträgt im Moment zwischen 215,00 und 287,00 Euro. Die Kläger gaben an, dass diese Sätze für ein Kind nicht ausreichend sind.
Die Richter des Bundesverfassungsgerichts gaben dieser Klage statt. Das Urteil ist 78 Seiten lang und besagt unteranderem, dass es eine Neuberechnung bis Ende des Jahres 2010 geben muss. Das heißt der Gesetzgeber muss nun erst mal genau ermitteln wie hoch der Bedarf an Hartz IV bei Kindern ist.
+++UPDATE+++ Entscheidung gefallen!!!! Schäuble hat sich für den Kauf der CD entschieden! +++UPDATE++++
Die Nachricht über eine CD mit pikanten Daten über deutsche Steuersünder schlug ein wie eine Bombe. Dass diese CD für die Regierung von größter Wichtigkeit ist, kann man durchaus verstehen. Doch ist es wirklich der richtige Weg diese Daten-CD, die ohne Zweifel auf keinem legalen Wege beschafft wurde, zu kaufen oder sollte die Regierung nicht erst nach Alternativen suchen?
[ad#Dress for less 300x 250]Angela Merkel sprach sich am Montag für den Kauf dieser CD aus. Der Datenhändler möchte 2,5 Millionen Euro für diese CD haben, auf der angeblich Bankdaten von bis zu 1500 Deutschen drauf sind. Das Steuerhinterziehung eine Straftat ist, steht außer Frage. Bereits 2008 gab es einen ähnlichen Fall, damals hat der Bundesnachrichtendienst fünf Millionen für solche Daten gezahlt. Vor zwei Jahren betraf dies auch Ex-Post Chef Klaus Zumwinkel.
Einem Bericht zu folge plant Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die Truppen in Afghanistan um 1500 Mann aufzustocken. Das Verteidigungsministerium hingegen dementierte diese Behauptung. Die SPD lehnt eine Aufstockung ab und möchte stattdessen mehr Einsatz für die Ausbildung der afghanischen Armee und der Polizei.
Am kommenden Donnerstag findet in London eine internationale Afghanistan-Konferenz statt. Bundesaußenminister Guido Westerwelle wird Deutschland bei der Konferenz vertreten. Er möchte allerdings nur zivile Angebote machen.
CDU-Vize Roland Koch fordert eine Arbeitspflicht für Hartz IV Empfänger. Diese Arbeitspflicht soll eine Gegenleistung für das öffentliche Geld, das die Empfänger vom Staat beziehen, sein. Man sollte auf die Hartz IV Empfänger einen Druck ausüben, so dass sie Hartz IV nicht als angenehme Variante ansehen.
Laut Koch gibt es in Deutschland bereits Regionen in denen, durch diesen Druck Arbeit anzunehmen, die Arbeitslosigkeit zurückgegangen ist. Diese Vorstellungen von Koch stoßen bei der SPD natürlich auf wenig Gegenliebe. Auch wenn die nordrhein-westfälische SPD-Vorsitzende Hannelore Kraft zugibt, dass es durchaus Korrekturbedarf bei Hartz IV gibt. Dennoch sollte man nicht alles schlecht reden.