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Gepostet by on Mrz 23, 2010 in Allgemein, Firmen, Internet, Medien |

China, Google und wieder einmal die Internetzensur

Es ist verrückt wie weit wir Google in unser Leben gelassen haben. Da hat man sich immer über den Staat als „Big Brother“ beschwert, dabei hat sich klammheimlich und auf leisen Sohlen Google in unserem Leben breit gemacht. Das dürften bald auch die Internetnutzer aus China schmerzlich spürbar zur Kenntnis nehmen.

Im Moment hat Google zwar „nur“ die zensierte chinesische Version ihrer Suchmaschine abgeschaltet und leitet die Nutzer, die von google.cn kommen auf google.com.hk weiter, aber das könnte auch nur der Anfang sein. Sollte sich das amerikanische Unternehmen tatsächlich aus China zurückziehen, würden die Nutzer noch mehr ins Abseits gedrängt als es eh schon der Fall ist.

Es würde keinen Routenplaner mehr auf dem Handy geben, kein kostenloses Musikportal und der mögliche Wegfall eines Mobilfunkanbieters würden ebenfalls zu Buche schlagen. Sollte es wirklich zu einer Abschaltung der google.cn Seite kommen, würde es viele Verlierer geben. Klein- und Mittelständige Unternehmen, die zum Beispiel mit Google AdWords oder auch mit Gmail oder anderen Google Dienstleistungen arbeiten, könnten darunter leiden.

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Natürlich gibt es bei Verlierern auch immer Gewinner. In diesem Fall wäre es wohl Googles größter Konkurrent in China Baiku. Baiku könnte seinen Marktanteil auf 60 Prozent ausbauen, sollte die Amerikaner tatsächlich den Markt „China“ aufgeben. Google hingegen rechnet nicht mit sehr hohen Verlusten, sollte es keine Einigung geben.

Am Ende würden nicht nur die Nutzer unter Googles Weggang leiden und auch die Forschung und Weiterentwicklung der Suchmaschine Baidu würde vermutlich stagnieren, da der Wettbewerb nicht mehr wirklich gegeben wäre.