Pages Menu
TwitterRssFacebook
Categories Menu

Gepostet by on Mrz 27, 2010 in Allgemein, Gewalt, Politik, Terror |

Die Kundus-Affäre – wie viel muss die Bevölkerung wirklich wissen?

Die Kundus-Affäre zieht weite Kreise. Jetzt heißt es, dass es eine E-Mail im Bundeskanzleramt gab und zwar bereits am Morgen nach dem Luftangriff, der von der Bundeswehr angeordnet wurde. Nun möchte die SPD natürlich die Kanzlerin Angela Merkel vor den Ausschuss holen.

Sie soll sich zu der ganzen Sache äußern. Wusste sie tatsächlich nur wenige Stunden nach dem Angriff, das es zivile Opfer gibt? Laut einem Regierungssprecher handelt es sich bei der E-Mail allerdings nur um eine unverbindliche Erstinformation des BNDs.

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann ist der Meinung, dass sich Andrea Merkel bei der Aufklärung des Luftangriffs nicht genügend gekümmert hat. Doch wie viel muss die deutsche Bevölkerung wirklich wissen? Auf der einen Seite schicken die Politiker, egal ob CDU oder SPD unsere Jungs nach Afghanistan und auf der anderen Seite machen sie einen Riesenaufriss, wenn es zu Opfern kommt.

[ad#Spiegel abo 300×250]

Da unten herrscht Krieg und wo es Krieg gibt, da gibt es Opfer. Sollen die deutschen Soldaten warten, bis sie angegriffen werden? Wenn man Soldaten in ein Kriegsgebiet schickt, dann muss man auch damit rechnen, dass sie nicht nur reagieren sondern agieren. Außerdem kommen die Selbstmordattentäter meist aus dem zivilen Bereich und nicht aus der Armee.

Sollen sie doch die deutschen Soldaten aus Afghanistan zurückholen, dann brauchen sie auch keinen Ausschuss gründen.