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Gepostet by on Apr 6, 2010 in Allgemein, Gewalt, Politik, Terror |

Drei Tote und eine Bundeswehr, die völlig unvorbereitet ist

In Afghanistan sind inzwischen 39 deutsche Soldaten gestorben und wieder einmal wird die hitzige Diskussion um den Einsatz der Bundeswehr dort mit neuem Öl gefüttert. Sind die Soldaten nicht ausreichend ausgebildet? Steht Ihnen die, Vorort benötigte Ausrüstung zur Verfügung?

Jung waren sie, die drei Soldaten. Gerade einmal 25, 28 und 35 Jahre. Keiner wollte diesen Tag erleben und so sehr auch gehofft wurde, die Realität in Afghanistan sieht anders aus. Die Soldaten kämpfen jeden Tag um ihr überleben und seit der „Kundus-Affäre“, scheint es so als müsste jede Aktion doppelt durchdacht werden.

Doch was ist an den Gerüchten dran? Dass die Soldaten nicht richtig ausgebildet sind. Dass auf Grund des Geldmangels die Soldaten erst direkt in Afghanistan auf den gepanzerten Fahrzeugen wie dem „Dingo“ ausgebildet werden oder dass die Bundeswehr nicht mit den nötigen Feindaufklärungssystemen ausgestattet ist.

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Schicken die Politiker die Soldaten mit diesem Wissen tatsächlich in ein Kriegsgebiet? Wenn die Soldaten wirklich nicht gut genug ausgebildet sind für einen Auslandseinsatz wie kann man dann plötzlich sagen, dass man die Wehrdienstzeit auf ein halbes Jahr verkürzen wird.

Dann sollte sich die deutsche Regierung allerdings auch sicher sein, dass man diese Soldaten auf keinen Fall ins Ausland schicken kann, es sei denn sie absolvieren nach ihren sechs Monaten noch einmal eine bessere und härtere Ausbildung. Denn nichts was sie in diesen sechs Monaten lernen, bereitet sie auf einen Auslandseinsatz vor, der in einem Gebiet ist, in dem umgangssprachlich Krieg herrscht.

Oder soll auf Grund der Verkürzung Geld gespart werden, das man dann eventuell in die Ausrüstung stecken könnte? Viele Fragen, die mit Sicherheit nicht geklärt werden. Doch eines wird immer offensichtlicher, dass die Bundeswehr in einem Land, in dem niemals Frieden herrschen wird, bis sich die eigene Bevölkerung nicht geeinigt hat, einfach nichts zu suchen hat.

Es gibt Dinge, in die sollte man sich einfach nicht einmischen oder zumindest einsehen, wenn man verloren hat und nicht noch mehr Leben aufs Spiel setzen.