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Gepostet by on Sep 28, 2009 in Allgemein, Ausland, Gesundheit |

Ein Leben mit Leukämie

Ruby war 12 als sie erfuhr, dass sie an Leukämie erkrankt war. Es war ein ganz normaler Tag, sie saß über ihren Hausaufgaben, Mathe um genau zu sein. Daran kann sie sich nämlich noch ziemlich gut erinnern. Sie fühlte sich schlapp und müde. Ihre Mutter meinte sie solle sich schlafen legen. Sie bräuchte nur ein bisschen Ruhe.

Am nächsten Morgen wachte Ruby allerdings nicht auf, als ihr Wecker klingelte. Was für sie eher ungewöhnlich war, da sie meist schon vor dem Wecker wach ist. Ihr Zwillingsbruder kam herein und weckte sie. Sie fühlte sich schwindelich und dann sah sie es. Ihr ganzes Kopfkissen war voller Blut. Sie rief ihre Mutter, die feststellte, dass ihr Zahnfleisch blutete. Ihr erster Gedanke war eine Infektion und so machte Rubys Mutter einen Termin beim Arzt für diesen Morgen.

Alles an das sich Ruby von diesem Morgen noch erinnern kann, ist das ein Kleinkind mit einem Spielzeugzug gespielt hat und das jedes Geräusch 100 Mal lauter war als gewöhnlich. Der Arzt meinte dass ihre Temperatur sehr hoch sei und, dass es dafür einen tieferliegenden Grund geben muss. Er schickte sie ins Krankenhaus.

Dort sollte ihre Mutter im Warteraum platznehmen, während man Ruby in einen Untersuchungsraum brachte. Umgeben von einem Arzt, einer Krankenschwester und drei Medizinstudenten, zog man ihr ihren Pyjama aus. Ruby erinnert sich daran, dass sie einfach nur geweint hat. Sie war gerade mal 12, am Anfang der Pubertät, fühlte sich krank und war allein in einem Raum mit fünf Fremden.

Sie fanden heraus, dass in der Zeit vom Arztbesuch am Morgen bis zur Untersuchung im Krankenhaus, sich kleine blaue und rote Punkte auf ihrem Bauch, ihren Knöcheln und ihrer Wirbelsäule gebildet hatten. Der Arzt sowie anderen vier Leute setzen sich einen Mundschutz auf und stachen vier Nadeln in Ruby, die nun vollkommen verängstig war.

Ihre Mutter wurde zu ihr gelassen und der Doktor erklärte ihr, dass sie die weißen Blutkörper ihrer Tochter untersuchen müssten. Innerhalb einer Stunde bekamen sie das Ergebnis: Leukämie.

Die nächsten Tage musste sie im Krankenhaus bleiben, da man noch mehr Test machen musste um feststellen zu können welche Art von Leukämie es sich bei ihr handelt. Ihre Blutplättchenanzahl lag zu diesem Zeitpunkt bei 15.000 Leukozyten pro Mikroliter (µl) Blut (normal 4.000-10.000). In dieser Zeit erhielt sie eine Menge Bluttransfusionen.

Sie erinnert sich, dass ihre Verwanden und Bekannten ins Krankenhaus kamen, mit einem breiten Grinsen, Luftballons und Karten, aber immer mit roten, geschwollenen Augen. Eine Woche war vergangen und es war der 13te Geburtstag von Ruby und ihrem Bruder. Ihr größtes Geschenk allerdings, als man ihr sagte, dass die Anzahl der Blutkörperchen ausreichend genug war um ihr einen Katheter in ihre Brust, in der Nähe ihres Unterarms zu implantieren.

Anmerkung: Dies ist keine erfundene Geschichte. Ruby ist, inzwischen ein 17jähriges Mädchen aus Großbritannien, das noch immer mit der Leukämie kämpft!