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Gepostet by on Jan 19, 2010 in Allgemein |

Es wurde gewählt, das Unwort des Jahres 2009

Trommelwirbel! Das Unwort des vergangenen Jahres ist „betriebsratverseucht„. Gewählt wurde es von einer unabhängigen Jury, die aus Sprachwissenschaftlern und Sprachexperten besteht. Seit 1991 wird jedes Jahr das sogenannte Unwort gewählt. Es ist meist ein Wort, das besonders negativ aufgefallen ist oder möglicherweise ethische Normen verletzt hat.

Das erste Unwort war 1991 „Ausländerfrei„, es war eine fremdenfeindliche Parole in Hoyerswerda. Auch ein Jahr später verletzte das Unwort die ethischen Normen, damals wählte man die Propagandaformel „Ethnische Säuberung„. 1993 wählte man abermals ein Wort mit fremdenfeindlicher Bedeutung zum Unwort, der Gewinner war „Überfremdung„.

[ad#strato webhosting 300×250]1994 war es ein Wort aus den Bankerkreisen: „Peanuts„. Ein Jahr später wählte man dann ein Wort aus der Politik zum Unwort. Mit dem Wort „Diätenanpassung“ versuchte man die Diätenerhöhung im Bundestag zu beschönigen. 1996 einigte man sich auf „Rentnerschwemme“ und 1997 auf „Wohlstandsmüll„.

So, um das Ganze abzukürzen hier jetzt eine Liste über die vergangenen Unworte von 1998 bis 2008!

1998: sozialverträgliches Frühableben
1999: Kollateralschaden
2000: national befreite Zone
2001: Gotteskrieger
2002: Ich-AG
2003: Tätervolk
2004: Humankapital
2005: Entlassungsproduktivität
2006: freiwillige Ausreise
2007: Herdprämie
2008: notleidende Banken

Das Jahr 2010 ist noch sehr jung, das heißt wir haben noch etwas mehr als 1 Monate zeit ein Wort oder eine Wortgruppe zu kreieren, dass das Potenzial hat ein Unwort zu werden. Also Leute auf geht’s!