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Gepostet by on Apr 3, 2009 in Allgemein, Esther de Waha, Psychologie |

Halten Sie sich grade junger Mann

Oder wie mein Vater immer sagt, „Kopf hoch, wenn der Hals auch dreckig ist“. Es ist unglaublich, wie viel wir mit unserer Körperhaltung transportieren. Wenn wir uns gerade halten und aufrecht durchs Leben gehen, ist das Leben sehr viel leichter zu ertragen, als wenn man sich unter der schweren Last beugt.

Geist und Körper sind miteinander verbunden. Die Zeiten des Dualismus, wo der Mensch angenommen hat, dass es eine strikte Trennung von Körper und Geist gibt, sind längst vorbei. Immer mehr versteht die Wissenschaft, dass beide Systeme ganz eng funktional miteinander verknüpft sind. Und das bedeutet wiederum, daß man Mängel in dem einen System auch mithilfe des anderen Systems auflösen kann. Mens sana in corpore sanum, gesunder Geist in gesundem Körper. Das Ganze gilt natürlich auch in umgekehrter Richtung. Ein gesunder Geist führt lang über kurz zu einem besseren Körpergefühl.

Es bedeutet daher, dass, wenn wir uns gerade halten, langfristig auch unsere Geisteshaltung aufrechter wird; mal ganz abgesehen davon, dass unsere Umgebung ganz anders auf uns reagiert, wenn wir aufrecht durchs Leben gehen.

Gang und Körperhaltung sind mit die wichtigsten Indikatoren dafür, wie wir einen Menschen einschätzen. Tänzelt er leichtfüßig durchs Leben, schreitet er gemächlich, schlurft er kraftlos daher? Noch bevor wir auch nur ein einziges Wort mit einem Menschen gewechselt haben, können wir nur anhand von Körperhaltung und Gang ganz viele Dinge über ihn aussagen.

Und gleichzeitig beeinflusst auch unsere eigene Körperhaltung uns selbst ganz stark darin, wie wir uns in diesem Moment wahrnehmen. Sind wir geknickt, ungebrochen, stabil oder schwankend?

Deshalb ist es wichtig, sich dessen bewusst zu sein und eine bessere Körperhaltung zu trainieren. Dieses Training wird langfristig seine Früchte tragen und ist außerdem besser für den Rücken. Jedes Mal, wenn wir etwas Körperliches lernen, schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe, denn das Gelernte wird seine Spuren auch in unseren Geist setzen. Nichts bleibt ohne Folge. Jede noch so kleine Aufmerksamkeit wird dabei langfristig belohnt.

geschrieben von Diplom Psychologin Esther de Waha

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