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Gepostet by on Jun 20, 2009 in Allgemein, Ausland, Gewalt, Politik, Terror |

Iranische Präsidentenwahlen werden (teilweise) überprüft, Mussawi bereit für Märtyrertod

Noch immer herrscht im Iran der Ausnahmezustand, die Polizei geht mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor. Seit den Wahlen am 12.06.2009 gibt es immer wieder Demonstrationen von Mir Hossein Mussawi Anhängern, die verlangen, dass die Wahlen neu ausgezählt werden. Mahmud Ahmadinedschad wurde als Sieger der Wahlen ernannt, demnach hatte er mit 62,6 Prozent gewonnen.

Mir Hossein Mussawi äußerte allerdings kurz darauf den Verdacht der Wahlmanipulation und nahm das Wahlergebnis nicht an. Aufgrund der andauernden Proteste hat nun der Wächterrat beschlossen 10 Prozent der Wahlzettel neu auszuzählen. Doch damit sind die „Verlierer“ nicht einverstanden, sie verlangen Neuwahlen. Doch diese hat das 12-köpfige Gremium bereits ausgeschlossen. Die Stimmen zur Neuzählung sollen per Zufallsprinzip ausgelost werden.

Diese neue Auszählung ist ein Entgegenkommen des Wächterrats, denn eigentlich sind sie nicht dazu verpflichtet. Mir Hossein Mussawi soll inzwischen gesagt haben dass „er bereit ist für ein Märtyrertod„, er soll bereits ein rituelles Bad genommen haben, das islamische Märtyrer traditionell vor ihrem Tod nehmen.