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Gepostet by on Aug 16, 2009 in Allgemein, Ausland, Olympia, Sport |

Kanu WM 2009 Dartmouth/Kanada – 7 Medaillen am ersten Finaltag und eine rießen Enttäuschung

Der erste Finaltag der diesjährigen Kanu Weltmeisterschaft in Dartmouth/Kanada ist vorbei und man mit Stolz sagen, dass sich die Deutschen hervorragend geschlagen haben (mit einer Ausnahme, aber dazu später mehr). Der Auftakt des Tages war „goldig“. Max Hoff fuhr im K1 über 1000 Meter zu seinem ersten Weltmeistertitel und brachte dem deutschen Team schon mal ein ersten „Hoch“-Gefühl. Als nächster ging Sebastian Brendel im C1 über 1000 Meter an den Start. Hier wurde es zwar nicht die Goldmedaille, aber dafür nimmt er eine wunderschöne Bronzemedaille mit nach Hause.

Nur kurze Zeit später kam der zweite Weltmeistertitel für das DKV dazu. Erik Leue und Tomasz Wylenzek knüpften nahtlos dort an wo Wylenzek und Gille vor einem Jahr aufgehört haben, bei der Goldmedaille im C2 über 1000 Meter. Es wäre so schön gewesen, wäre es so weiter gegangen. Doch dann kam der K4 der Herren über 1000 Meter. Hatte das Boot mit Bröckl, Goldschmidt, Wieskötter und Altepost im Vorlauf noch eine der besten Zeiten, so mussten sie im Finallauf Lehrgeld lassen. Das einstige Flaggschiff des deutschen Kanuverbandes musste die bitterste aller Pillen schlucken und landete nur auf dem neunten Platz. Das hier die Enttäuschung mehr als groß ist, ist verständlich. An den Trainingsmethoden kann es auf jeden Fall nicht gelegen haben, denn alle anderen Boote bringen hervorragende Leistungen. Vielleicht liegt es ja doch an der Besetzung.

Zum Glück kamen ja dann noch die Damen und die versilberten diesen Tag gleich dreimal. Den Anfang machte die junge Potsdamerin Franziska Weber, die bereits bei der Europameisterschaft in Brandenburg ihr Können zeigte. Sie musste sich im K1 über 1000 Meter nur der Ungarin Kovas geschlagen geben und kann sich nun Vizeweltmeisterin nennen. Der K4 der Frauen über 500 Meter musste ebenfalls die Goldmedaille den Ungarinnen überlassen. Hatte sie bei der EM noch die Nase vorne, waren heute die Damen aus Ungarn um ein μ schneller. Die Zeiten muss man sich tatsächlich mal auf der Zunge zergehen lassen. Die Ungarinnen kamen in einer Zeit von 1:33.090 ins Ziel, die deutschen Damen folgten in 1:33.094. Vier tausendstel, nicht mal ein Wimpernschlag, mit dem bloßen Auge nicht zusehen. Das Wunder der modernen Zeitnahme.

Der K2 der Damen mit Carolin Leonhardt und Tina Dietze konnten sich ebenfalls über eine Silbermedaille über 1000 Meter freuen, nur die Sportlerinnen aus Polen waren schneller. Auch der C4 über 1000 Meter bringt eine Silbermedaille mit zurück nach Deutschland. Bei der EM holten sie den Titel, heute mussten sie sich mit dem Vizeweltmeistertitel zufrieden geben, der sicherlich auch wunderschön ist.

Morgen folgen dann die letzen Rennen der WM und es sind noch einmal ein paar Medaillen drin. Man darf auf Ronald Rauhe gespannt sein, der sich im K1 über 500 Meter beweisen will und auch Kathrin Wagner-Augustin ist heiß auf eine Medaille über 500 Meter im K1. Und natürlich die Staffel über 200 Meter.