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Gepostet by on Jan 12, 2010 in Allgemein, Gesundheit, Olympia, Sport |

Leistungssport und Magersucht – Schmitt hungert sich krank

Wäre dies ein Artikel über die Modewelt oder über Hollywood würden es keinen erstaunen, dass es um Magersucht geht. Doch dieses Mal geht es nicht um die Welt der Schönen und Reichen, sondern um die des Sports. In 31 Tagen finden in Vancouver/Canada die Olympischen Winterspiele statt und natürlich möchten sich auch die deutschen Sportler von ihrer besten Seite zeigen.

Zu diesen Sportlern gehört auch der Skispringer Martin Schmitt. Doch im Moment ist die Leistung Schmitts, auch wenn er sich bereits qualifiziert hat, nicht besonders gut. Er ist müde und scheint mit seinen Kräften am Ende. Der Druck auf den 31jährigen war wohl zu groß. Um an Weite beim Skispringen zu gewinnen, wollte er bestimmtes Gewicht haben.

[ad#Spiegel abo 300×250]Doch das runter hungern auf dieses anscheinende „Idealgewicht“ machte ihn krank. Bei einer Körpergröße von 1,82 Meter soll er angeblich grade einmal 63 Kilo wiegen. Doch laut Schmitt führt an diesem „Magerwahn“ gar kein Weg vorbei, denn nur mit diesem geringen Gewicht bleibt er auch konkurrenzfähig.

Da er aber durch diese ungesunde Ernährung seine Gesundheit schädigt, kann er natürlich auch keine volle Leistung bringen. Man steckt also in einem Teufelskreis. Würde Schmitt nun wieder ein paar Kilo zunehmen, würde sich sein BMI verändern, das wiederum würde ihm nicht erlauben mit der maximalen Skilänge zu springen. Wenn er aber nicht mit dieser Skilänge springen kann, dann ist er im Nachteil gegenüber der Konkurrenz.

Im Moment ist es also so, das egal wie man es dreht und wendet, sportlich gesehen, kann Schmitt nur verlieren. Zwar hat der Internationale Skiverband FIS bereits reagiert und den BMI-Wert von 20 auf 20,5 gesetzt, aber das reicht noch lange nicht aus. Doch jeder Sportler ist auch für sich selbst verantwortlich, das heißt die Entscheidungen sich diesen Auflagen zu unterwerfen oder nicht liegt bei jedem selbst.

Womit die Sportler und auch Martin Schmitt dann leben müssen, sind die Konsequenzen dieser Entscheidung. Entweder man führt diesen Sport weiterhinaus, mit seinem „Wohlfühlgewicht“, nimmt dann aber in Kauf im Mittelfeld zu verschwinden oder setzt sich und den Körper den Strapazen einer Unterernährung aus um eventuell einen der vorderen Plätze zu gewinnen.