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Gepostet by on Sep 30, 2009 in Allgemein, Ausland, Tourismus |

Mit dem Rucksack durch Thailand

15 Same same but different. Dies scheint der einzige Satz auf Englisch zu sein, den die Thais können. Wenn man auf dem Markt wissen will ob es sich um Fisch, Huhn oder was auch immer handelt ist diese Antwort nicht selten und so wird man dann dazu gezwungen voller Probierfreudigkeit irgendetwas zu wählen.

Da kann es schon mal vorkommen, dass das Fleisch noch kleine Härchen hat oder in der Suppe Entenfüße schwimmen. Ganz traditionell zum Bierchen gibt es in der Bar ein paar Heuschrecken zum knabbern dazu. Mit geschlossen Augen wären diese vielleicht gar nicht mal so schlecht. Doch ist es schon schwer etwas zu essen was einen anguckt. Und auch die gerösteten Kakerlaken und den noch lebenden Schrimpssalat sind wohl nicht jedermanns Sache.

Doch der große Wochenendmarkt von Bangkok bietet noch viele andere Überraschungen. Alles enge Gänge und nach schon stundenlangem Rumlaufen hat man das Gefühl, noch nicht genug gesehen zu haben. Besonders die Tierabteilung hat es in sich. Eng auf eng werden alle Arten von Tieren in kleinen Käfigen gehalten und teilweise in schicke Kleider gepackt. Apathisch liegen sie dann rum und warten auf ihre Erlösung. Ob sie nun für den Grill oder das Kind gekauft werden, ist die Frage.

Da wünscht man sich schon ab und zu mal einen Mundschutz zu haben, so wie ihn einige tragen. Also schnell weg und zu den Klamotten. Die Preise scheinen für Touristen anders zu sein als für Einheimische und mit ein bisschen Willenskraft kann man fast alles um 50 Prozent runterhandeln.

Die engen Gassen sind so schmal, dass man höchstens zu zweit nebeneinander laufen kann. Dort kriegt man das Leben so richtig mit. Man kann direkt in die kleinen Wohnräume hineinschauen, da diese meist offen sind. Zwei Etagen haben die meisten Häuser. Ein Raum unten, ein Raum oben. Unten ist ein Laden drin. Fast alle verkaufen Essen und Trinken. Aber ist gibt auch schon mal einen Laden, der andere Dienstleistung wie Wäsche waschen und Klamotten schneidern anbietet. Und so kauft der eine vom andern um wieder bei dem nächsten was zu kaufen.

Die Preise sinken mit jedem Kilometer, den man sich von touristischen Zentren wegbewegt und so kann man schon mal für umgerechnet 1,20 Euro zu zweit essen und trinken bekommen. Wenn man mit seinen Thaikenntnissen nicht all soweit kommt macht das nichts. Selbst wenn man im Regenwald oder in der Stadt mehrere Runden drehen muss, weil man die Schilder nicht lesen kann, entschädigen dies die Eindrücke, die man immer wieder bekommt.

Das verabschieden in Thailand ist eine komische Sache. Die Hände sind aneinander gepresst vor der Brust oder dem Kopf und die Daumen zeigen zum Körper. Je höher der Daumen, desto höher die Wertschätzung. Es ist sicherlich nicht einfach, das richtige Maß zu finden und so ist es für einen Touristen durchaus vertretbar, das er dies einfach weglässt.

Thailand ist ein faszinierendes Land und es gibt an jeder Ecke etwas Neues und Exotisches zu entdecken.

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  1. Ulf - Mehr oder minder täglich Privatkram - Heuschrecklich... Ich habe schon so einiges todesmutig probiert. Zum Beispiel Meeresfrüchte (passenderweise auf Italienisch cozze). Muscheln, Kraken und alles…