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Gepostet by on Aug 4, 2008 in Allgemein, Fernsehen, Olympia, Sport |

Nach 4 Tage bis zu Olympia 2008 in Beijing/Peking…

… und China schießt auf Wolken. Wozu fragt man sich, aber es hat einen „einfachen“ Grund. Da der August einer der regenreichsten Monate in China ist, besteht die Chance, dass es während der olympischen Spiele regnet. Das passt nun aber gar nicht in das Konzept Chinas, die absolut perfekte olympische Spiele wollen. Und dazu gehört eben Sonne und nicht Regen.

Rund um Peking wurden Bauern mit der Aufgabe betraut, die Wolken mit Silberjodid zu beschießen, damit sie vor der Stadt abregnen. Das Konzept ist nicht ganz neu. Bereits in den vierziger Jahren wurde es in den USA schon eingesetzt und auch während des Vietnamkrieges wurden „Wolken geimpft“ damit in Südvietnam keine unterstüzenden Truppen an ihr Ziel kamen. Eigentlich soll die Erzeugung von Regen dort eingesetzt werden, wo es wenig Regen gibt und die Landwirtschaft deswegen darunter leidet.

Das Prinzip funktioniert so, dass mit Hilfe von Flugzeugen oder Geschossen vom Boden aus das Silberjodid in die Wolke eingebracht wird. Das Wolkenwasser legt sich dann um die feinen Silberjodidtropfen und es fängt an zu regnen.

Dabei hätte man es so einfach haben können, wenn man das Stadion, in dem die Eröffnungsfeier und die Leichtathletikwettkämpfe ausgetragen werden, einfach mit einem Dach versehen hätte. Aber das war den Chinesen zu teuer, denn das Stadion, das von den Chinesen nur Vogelnest genannt wird, hat schon 315 Millionen Euro gekostet. Die Wahrscheinlichkeit auf Regen am Eröffnungstag liegt wohl bei 50% und man sagt wohl Regen für jeden dritten Tag der olympischen Spiele voraus. Wollen wir hoffen, dass alles so klappt wie die Chinesen es gern hätten. Wenn schon protestierende Tibeter und kritisierende Journalisten ferngehalten werden können, damit sie nicht stören, warum dann nicht auch Regen!