Schüler dürfen Lehrer benoten auf spickmich.de
Der Bundesgerichtshof hat heute beschlossen, dass Schüler auch weiterhin ihre Lehrer auf dem Portal spickmich.de benoten dürfen. Auf der Internetseite können Schüler und Schülerinnen ihren Lehrern Noten in den Kategorien “fachlich kompetent”, “gut vorbereitet” oder “cool und witzig” von 1 bis 6 geben.
Während die Teenager das Ganze anonym machen können, werden die persönlichen Daten von den Lehrern wie z.B. Name, Schule und in welchen Fächern sie unterrichten, angezeigt. Die Lehrerin die nun vor den Bundesgerichtshof gezogen war, scheiterte vorher schon vor dem Landgericht Köln und dem Oberlandesgericht Köln. Jetzt ist es wohl endgültig, die Schüler dürfen weiterhin benoten.
Einerseits kann man die Lehrerin durchaus verstehen, denn nicht alle Schüler werden objektiv benoten. Meistens sind solche Benotungen doch eher subjektiv und können Lehrer auch psychisch fertig machen. Teenager nehmen oft kein Blatt vor den Mund und es interessiert sie selten wie die Lehrer sich dabei fühlen. Und sie vergessen doch ab und an, dass Lehrer auch nur Menschen sind, die jeden Tag aufs Neue versuchen ihr bestes zu geben.
Andererseits machen sich die Schüler durch diese Seite natürlich auch Luft und können offen ihre Meinung sagen, ohne befürchten zu müssen, das sie in der nächsten Klassenarbeit, auf Grund von schlechter Benotung der Lehrer, selbst eine schlechte Note bekommen.
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Mittwoch, 3. Februar 2010 um 17:28
An deutschen Universitäten ist es bereits normale Praxis, dass Studenten ihre Dozenten bewerten und diese Ergebnisse veröffentlicht werden. Das deutsche Schulsystem steht daher in Verzug, in der Lehrerbewertung transparenter zu werden.