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Gepostet by on Jan 1, 2008 in Allgemein, Arbeitslos.., Armut, Energie, Geld, Politik, Sucht, Umwelt |

Was ist neu im Jahr 2008?

Das neue Jahr ist nun schon fast einen Tag alt und was hat es sich alles vorgenommen? Es sind einige Änderungen 2008 vorgenommen wurden, einige sind für die Bevölkerung sehr positiv andere wohl eher gewöhnungsbedürftig. Änderungen betreffen die Verbraucherrechte, die Gesundheit, das Thema Auto und Verkehr, die Steuern und Förderungen, die Arbeit und das Soziale sowie die Rauchverbote.

Verbraucherrechte
Das neu gefasste Versicherungsvertragsgesetz bringt Verbrauchern viele Vorteile. Zum einen fällt das Briefmonopol bei der Deutschen Post. Von nun an dürfen alle Dienstleister Briefe unter 50 Gramm zustellen. Weiter wird härter durchgegriffen bei verdorbener Ware. Hierbei ist mit Strafen von bis zu 50.000 Euro für Unternehmen zu rechnen, die für den Verzehr ungeeignete Lebensmittel wie sogenanntes Gammelfleisch verantwortlich sind.
Weitere Änderungen sind, dass in Zukunft keine Verträge mehr ohne ausführliche Beratung des Kunden abgeschlossen werden dürfen. Diese Beratung muss dokumentiert werden. Bevor ein Vertrag unterschrieben wird, muss der Verbraucher alle Informationen einschließlich der Versicherungsbedingungen zur Kenntnis genommen haben. Auch gibt noch mehr neue Regelungen beim Versicherungsvertragsgesetz (VVG) Jedoch gilt dies nur für alle Neuverträge ab Januar 2008. Bei Verträgen, die vor 2008 abgeschlossen wurden, greifen die neuen Regelungen erst ab 1. Januar 2009.

Gesundheit
Ab Januar gibt es einen neuen Bromat-Grenzwert in der Trinkwasserverordnung. Weiter werden die Selbsthilfeorganisationen und -verbände, sowie die entsprechenden Gruppen und Kontaktstellen ab 2008 finanziell gefördert. Die entsprechenden Mittel werden von Krankenkassen bereitgestellt, die jährlich zu diesem Zweck 55 Cent pro Versichertem ausgeben. Weiter werden zum 1. Juli die Pflegesätze erstmals angehoben und danach schrittweise bis 2012 ansteigen. Für die Betreuung altersverwirrter Menschen sollen zudem Leistungen bis zu einer Höhe von 2.400 Euro pro Jahr Nach einiger Verzögerung und einer umfangreichen Testphase sollen elektronische Gesundheitskarten (eGK) im Laufe des Jahres 2008 nach und nach die bisherigen Krankenversichertenkarten ersetzen beantragt werden können.

Auto und Verkehr
Es dürfen nur noch Kindersitze mit der Prüfnorm ECE 44/03 oder ECE 44/04 verwendet werden. Weiter ist es nun möglich nach einem Unfall im Ausland von Deutschland aus zu klagen. Die theoretische Führerscheinprüfung ist künftig am Computer zu absolvieren. Parkgebühren müssen nun nicht mehr nur am Automaten oder der Parkuhr entrichtet werden, wenn alternative Abrechnungssysteme zur Verfügung stehen. Ein solches System gibt es zum Beispiel in Teilen Berlins und in Paderborn, wo man mit dem Handy zahlen kann. Einige Reisebusse, die nach dem 08.12.2007 zugelassen wurden, dürfen auf Autobahnen bis zu 100 Kilometer pro Stunde schnell fahren, wenn ihre Bauart dafür ausgelegt ist. Bußgelder werden steigen. Im Januar 2008 wollen Städte Umweltzonen einrichten. In Berlin, Hannover und Köln soll es dann Bereiche geben, die nur noch von Fahrzeugen mit einer gelben oder grünen Plakette befahren werden dürfen.

Steuer und Förderung
Im Jahr 2008 wird allen deutschen Staatsbürgern eine Identifikationsnummer für steuerliche Zwecke zugeteilt. Auch Kinder erhalten eine. Die Identifikationsnummer ersetzt die bisherige Steuernummer. Der steuerpflichtige Anteil der Rente erhöht sich von 54 auf 56 Prozent. Spenden lassen sich in Zukunft bis zu einer Höhe von 200 Euro ohne Spendenquittung absetzen. Dem Finanzamt reicht ein Einzahlungsbeleg oder Kontoauszug als Beleg. Studenten können eine höhere finanzielle Förderung erhalten. Die höheren BAföG-Sätze werden zu Beginn des Herbstsemesters 2008 wirksam.

Arbeit und Soziales
Der Kinderzuschlag in Höhe von maximal 140 Euro pro Kind wird ab Januar 2008 unbefristet gezahlt. Selbstständige, die zusätzlich zu ihrem Einkommen Arbeitslosengeld II beziehen, müssen ab Januar 2008 wesentlich mehr Aufwand betreiben, um ihr Einkommen nachzuweisen. An ältere Menschen soll in Zukunft wieder länger Arbeitslosengeld I gezahlt werden. 50 bis 54 Jahre alte Arbeitnehmer bekommen bis zu 15 Monate Geld, wenn sie vorher mindestens 30 Monate versichert waren. Für die Arbeitslosenversicherung werden weniger Beiträge fällig. Zum 1. Januar 2008 sinkt der Beitragsatz von 4,2 auf 3,3 Prozent. Um 0,25 Prozentpunkte steigt dagegen vom 1. Juli an der Beitragssatz für die Pflegeversicherung. Die oft auch Jahresarbeitsentgeltgrenze genannte Versicherungspflichtgrenze wird ebenfalls angehoben. Lag sie bisher bei 47.700 Euro pro Jahr bzw. 3.975 Euro pro Monat, so steigt sie 2008 auf 48.150 Euro bzw. 4.012,50 Euro.